Unsere Geschichte beginnt lange vor der ersten Bienenwabe
Ein Lehrer und ein Zimmerermeister sind seit über 25 Jahren eng befreundet. Kennengelernt haben sie sich durch ihre Frauen, die bereits im Kindergarten Freundinnen waren. Aus dieser Verbindung entstand eine Freundschaft, die bis heute das Fundament von PSK Beekeeping bildet. Als Marco die Imkerei von seinem Vater Hanni übernahm, begann für ihn eine neue Leidenschaft – und gleichzeitig ein großes Ärgernis. Die Arbeit mit den Bienen faszinierte ihn sofort, doch die Dokumentation der Völker war mühsam und unpraktisch. Papier-Stockbücher wurden nass, verklebten oder verschwanden irgendwo zwischen Beuten und Werkzeug. Und das Smartphone? Mit propolisverklebten Fingern kaum zu bedienen. Viele Methoden wurden ausprobiert: Papierkarten, Tabellen, Apps – doch keine Lösung fühlte sich wirklich richtig an. Marco suchte ein System, das schnell, zuverlässig und direkt am Bienenstand funktioniert, ohne ständig zum Handy greifen zu müssen. So entstand eine Idee: eine Form der Dokumentation, die so einfach ist wie ein Blick auf das Volk selbst. An diesem Punkt kam Christoph ins Spiel. Mit seinem handwerklichen Blick und Marcos Erfahrung aus der Imkerei begannen die beiden zu tüfteln – zunächst mit einfachen Materialien, vielen Experimenten und noch mehr Diskussionen. Aus diesen Versuchen entwickelte sich schließlich die Grundlage für etwas, das heute viele Imkerinnen und Imker nutzen: die Pin-Stock-Karte.
Die erste Messe und der Schritt in die digitale Welt
Die ersten Pin-Stock-Karten waren zunächst ein Experiment. Marco und Christoph testeten Materialien, verbesserten die Skalen und probierten immer wieder neue Varianten aus. Doch irgendwann kam der Moment, an dem sie wissen wollten: Funktioniert die Idee auch außerhalb ihres eigenen Bienenstandes? Die Antwort sollte auf einer Messe kommen. Auf der EuroBee in Friedrichshafen präsentierten sie die Pin-Stock-Karte zum ersten Mal einer größeren Öffentlichkeit. Für die beiden Gründer war das ein besonderer Moment, denn plötzlich standen erfahrene Imkerinnen und Imker vor ihnen, nahmen die Karten in die Hand, stellten Fragen und probierten das System selbst aus. Viele Besucher verstanden die Idee sofort. Sie nahmen die Pins, blickten auf die Skalen und sagten: „Das ist ja eigentlich total logisch.“ Die Rückmeldungen waren überwältigend positiv und bestätigten Marco und Christoph in ihrer Vermutung: Die Pin-Stock-Karte löst ein echtes Problem in der Imkerei. Gleichzeitig entstand auf dieser Messe eine neue Idee. Viele Imker fanden das analoge System hervorragend, wünschten sich aber zusätzlich eine Möglichkeit, die Daten digital zu speichern und langfristig auszuwerten. Genau daraus entstand der nächste große Entwicklungsschritt. Ein dritter Mann kam ins Team: Tim, ein Informatiker aus Göttingen. Er entwickelte eine App, die automatisch die Position der Pins auf der Karte erkennen kann. Mit einem einfachen Foto lässt sich die Pin-Stock-Karte scannen und die App überträgt die Informationen direkt in eine digitale Historie. Damit entstand das System, das PSK Beekeeping heute ausmacht: eine robuste analoge Dokumentation direkt am Bienenstand und eine intelligente digitale Auswertung im Hintergrund.
Neue Ideen rund um die Imkerei
Aus der Pin-Stock-Karte entwickelte sich nach und nach mehr als nur ein einzelnes Produkt. Rund um die Arbeit am Bienenstand entstanden immer neue Ideen, viele davon inspiriert durch den direkten Austausch mit der Imker-Community. Ein besonderes Projekt ist „Imker – Das Spiel“, ein Brettspiel für die ganze Familie. Darin führen zwei bis vier Spieler ihren eigenen Bienenstand durch ein komplettes Imkerjahr. Dabei geht es um Entscheidungen, Ereignisse und typische Herausforderungen aus der Imkerei – spielerisch und mit viel Humor umgesetzt. Das Spiel wurde schnell zu einem beliebten Produkt für Imkerinnen, Imker und alle, die sich für Bienen interessieren.Ein weiteres Projekt ist der Imker-Adventskalender. Die Idee dahinter war ein Kalender, der nicht nur kleine Überraschungen enthält, sondern wirklich nützliche und kreative Produkte für den Bienenstand. Deshalb wurde der Kalender mehrlagig aufgebaut, sodass auch größere Gegenstände darin Platz finden können – von Werkzeugen über Zubehör bis hin zu besonderen kleinen Geschenkideen für Imkerinnen und Imker. Im Zuge der Entwicklung dieses Adventskalenders entstand auch eine neue Produktlinie: die Holy-Serie. Ursprünglich wurde dafür ein besonderer Geruchsrauchstoff für den Smoker entwickelt, der für angenehme, aromatische Rauchmischungen sorgt. Die Idee kam so gut an, dass daraus eine eigenständige Marke entstand, die inzwischen unabhängig vom Adventskalender weiterentwickelt wird. Parallel zu diesen Produktideen wuchs auch das Interesse an der Pin-Stock-Karte selbst. Immer mehr Imkerinnen und Imker aus anderen Ländern entdeckten das System. Deshalb wurde die Karte nach und nach in immer mehr Sprachen übersetzt und international angeboten. Heute ist sie in mehr als zehn Sprachen verfügbar und wird in vielen Ländern Europas sowie darüber hinaus eingesetzt. Aus einer kleinen Idee am eigenen Bienenstand entwickelte sich so Schritt für Schritt ein wachsendes Sortiment rund um die moderne und zugleich praxisnahe Imkerei.